Hilary Griffiths

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Dirigent Festkonzert

Hilary Griffiths wurde in England geboren. Er studierte Mathematik an der Universität von Oxford und Musik in London an der Royal Academy of Musik und dem London Opera Centre, in Siena an der Accademia Chigiana und in Mailand am Conservatorio Giuseppe Verdi. Er wurde Preisträger bei den internationalen Dirigentenwettbewerben, AIDEM, Florenz und Marinuzzi, San Remo. Seine erste Engagement führte ihn als Kapellmeister nach Köln, wo er über 300 Opernaufführungen dirigierte und als Direktor des Opernstudios fungierte. Anschließend wurde er zwei Jahre Musikdirektor am Theater Oberhausen, und 1993 - 1997 Generalmusikdirektor der Stadt Regensburg. Bis August 1996 war er auch Chefdirigent an der Staatsoper, Prag, wo er weiterhin als ständiger Gastdirigent tätig ist. Er ist auch regelmäßiger Gastdirigent an der Kölner Oper und von 1991 bis 2006 Musikdirektor der Eutiner Festspiele. Seit August 2009 ist er Chefdirigent und musikalischer Oberleiter der Wuppertaler Bühnen.
Mit Konzerten und Opernaufführungen gastierte er bereits u.a. in Dresden, Hannover, Düsseldorf, Wiesbaden, Dortmund, Bremen, Nürnberg und Basel sowie in Barcelona, den Haag, Eindhoven, Rotterdam, Oslo, Reykjavik, Bogotá, Leeds und Tokyo, und bei den Festspielen von Edinburgh, Camden, Schwetzingen, Gmunden, Prag, Hong Kong und Perth.
Sein Repertoire von mehr als hundert verschiedenen Opern umfasst die gesamte mittlere und spätere Verdi, sowie alle bekannte Opern von Mozart und Puccini. In letzter Zeit hat er sich mit den Werken von Strauss (Salome, Der Rosenkavalier, Ariadne, Intermezzo) und Wagner (Holländer, Tannhäuser, Tristan, Meistersinger) auseinandergesetzt, und setzte Akzente im tschechischem Repertoire (Smetana, Dvorák und Janácek) und bei zeitgenössischer Musik - er dirigierte die deutsche Erstaufführungen von drei Opern von Thea Musgrave, sowie die Uraufführungen von Das Gauklermärchen (Konzelmann/Ende), dem Ballett Lulu (Rota) und von La porta della legge (Salvatore Sciarrino).
Sein sinfonisches Repertoire reicht vom Barock - er ist oft als Cembalist aufgetreten - bis zu den großen Werken des 19. und 20. Jahrhunderts. Besondere Ereignisse in letzter Zeit waren das War Requiem (Britten) in der Rudolfinum, Prag, Mahler 1., Die Planeten (Holst) und die Turangalîla-Symphonie (Messiaen) im Audimax, Regensburg, Bruckner 9. im Regensburger Dom, und Das Lied von der Erde zur 50-jähriges Jubiläum des Orchesters der Staatsoper, Prag. In Köln dirigierte er einen Zyklus aller Sinfonien und Solokonzerte von Beethoven; in Konzerte, die vom Rundfunk übertragen wurden, leitete er das Rotterdam Philharmonischen Orchester, das BBC Welsh Symphony Orchestra, das WDR Rundfunkorchester, das Orquesta Sinfonica de Colombia und die Virtuosi di Praga. Er hat eine Japan-Tournee mit der Staatsoper Prag, sowie eine Spanien-Tournee mit dem Kammerorchester der tschechischen Philharmoniker geleitet. Er hat viel zeitgenössische Musik dirigiert, darunter mehrere Uraufführungen und deutsche Erstaufführungen, aber auch Jugendkonzerte, Kinderkonzerte und Konzerte mit Musik aus Operetten und Musicals.
Er hat neulich die ersten modernen Aufführungen von Sinfonien von Pokorny - die er selbst revidiert hat - und eigene Orchestrierungen der französischen Lieder von Wagner dirigiert. Er hat CD-Aufnahmen von Werken von Jommelli und Weber sowie Gesamtaufnahmen von Tiefland und La Bohème (Leoncavallo) und I vespri siciliani eingespielt; eine Videoaufzeichnung von Il matrimonio segreto (Regie: Michael Hampe) ist bei RM Arts erschienen und eine Fernsehaufzeichnung von Der Freischütz wurde 2005 von NDR gesendet.
Bei den Opernfestspielen auf Teneriffa hat er Il matrimonio segreto, Die Entführung aus dem Serail, Un ballo in maschera, Rigoletto und Madama Butterfly dirigert. Andere Produktionen der letzten Zeit waren Erwartung für das Festspiel „Prager Frühling“, Porgy & Bess an der Staatsoper Istanbul und La Bohème von Leoncavallo an der Staatsoper Prag. Dort dirigierte er eine Neuproduktion von Tiefland im Herbst 2003 anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der dortigen Uraufführung. In Eutin war er zuletzt 2006 mit Aufführungen von Il trovatore und Der Vogelhändler und den Galakonzerten zu erleben.
Während der Spielzeit 2008/9 dirigierte er verschiedene Sinfoniekonzerte, eine Neuinszenierung von Madama Butterfly in Bogotá, Nabucco, Aida, Rigoletto, Tosca, Madama Butterfly und die tschechische Erstaufführung von Tod in Venedig (Britten) in Prag und Fanferlieschen Schönefüßchen (Schwertsik), La porta delle legge (Sciarrino - UA) und L'Elisir d'amore für die Wuppertaler Bühnen. 2009/10 dirigiert er Fidelio, Hänsel und Gretel, Griechische Passion (Martinu), Eine florentinische Tragödie (Zemlinsky), Gianni Schicchi, Der Messias, Galakonzerte und Neujahrskonzerte in Wuppertal und Le nozze di Figaro in Bogotá. In Juli 2010 dirigiert er La porta della legge in New York bei dem Lincoln Center Festival und in Mai 2011 eine neue Rosenkavalier in Prag.

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